Cybersicherheit steht bei fast jedem Unternehmen ganz oben auf der Tagesordnung. Firewalls werden aktualisiert, Passwörter verschärft, Mitarbeiter absolvieren Sicherheitsschulungen und verdächtige E-Mails werden immer schneller erkannt. Dennoch entsteht oft eine auffällige Lücke, sobald IT-Geräte das Ende ihrer Lebensdauer erreichen.
Denn was passiert eigentlich mit dem ausgetauschten Laptop? Mit dem Smartphone eines ehemaligen Mitarbeiters? Mit dem Server, der aus dem Rechenzentrum verschwindet? Oder mit der externen Festplatte, die schon seit Jahren in einem Schrank liegt?
Genau darin liegt ein Risiko, das viele Organisationen unterschätzen.
Alte Hardware vergisst nichts.
Ein ausgemustertes Gerät wirkt harmlos. Es ist ausgeschaltet, wird nicht mehr benutzt und verschwindet irgendwo in einem Lagerraum. Doch die Daten sind oft weiterhin vorhanden. Kundendaten, Finanzinformationen, E-Mails, Passwörter, Verträge und andere geschäftlich sensible Informationen können immer noch wiederhergestellt werden, wenn ein Datenträger nicht fachgerecht gelöscht wurde.
Viele Unternehmen investieren erheblich in die Sicherheit ihrer aktiven IT-Umgebung, vergessen dabei jedoch, dass ausgemusterte Hardware dieselben vertraulichen Informationen enthält. Ein Laptop muss nicht einmal gestohlen werden, um ein Risiko darzustellen. Auch ein Gerät, das verkauft, gespendet oder im Elektronikschrott entsorgt wird, kann unbeabsichtigt zu einer Datenpanne führen.
Eine Datenpanne beginnt oft am Ende.
Die größten Sicherheitsrisiken entstehen bei weitem nicht immer während der Nutzung von Geräten, sondern gerade danach. Eine Festplatte, von der man annimmt, dass sie “sicher leer ist”. Ein Smartphone, das nach einem Werksreset an einen Mitarbeiter ausgehändigt wird. Oder eine Kiste mit alten IT-Geräten, die jahrelang unberührt in einem Lager steht.
Auf dem Papier sind diese Geräte abgeschrieben. Für Cyberkriminelle sind sie jedoch oft noch überraschend wertvoll.
Die professionelle Datenvernichtung ist daher nicht der letzte Schritt im IT-Prozess, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer guten Sicherheitspolitik. Nur eine zertifizierte Datenvernichtung oder – wenn eine Wiederverwendung nicht möglich ist – eine physische Vernichtung gemäß anerkannten Normen bietet die Gewissheit, dass die Daten tatsächlich gelöscht sind. Einschließlich eines Vernichtungszertifikats als Nachweis.
Datensicherheit und Kreislaufwirtschaft gehen Hand in Hand.
Eine professionelle Datenvernichtung sorgt dafür, dass Hardware sicher ein zweites Leben erhalten kann. So wird verhindert, dass sensible Informationen auf die Straße gelangen, und wertvolle Rohstoffe gehen nicht verloren. Die Wiederverwendung verlängert die Lebensdauer von IT-Geräten, reduziert Elektronikschrott und senkt den CO₂-Fußabdruck Ihres Unternehmens.
Nur wenn eine Wiederverwendung nicht mehr möglich ist, ist die physische Vernichtung die richtige Wahl. Auch dann können wertvolle Materialien so weit wie möglich für neue Anwendungen zurückgewonnen werden.
Schau über den heutigen Tag hinaus.
Ein gutes Lebenszyklusmanagement bedeutet, dass die letzte Phase eines Geräts bereits beim Kauf eines neuen Geräts berücksichtigt wird. Dabei geht es nicht nur um Leistung, Wartung und Austausch, sondern auch um die sichere Entsorgung und die zertifizierte Datenvernichtung.
Denn Cybersicherheit hört nicht auf, sobald ein Gerät ausgeschaltet wird. Gerade in diesem Moment beginnt vielleicht der letzte und wichtigste Sicherheitsschritt.
Eine sichere IT-Richtlinie schützt Daten während des gesamten Lebenszyklus eines Geräts. Erst wenn auch das letzte Byte nachweislich gelöscht ist, können Sie sicher sein, dass alte Daten kein neues Risiko mehr darstellen.
